Social Media Sucht und Einfluss

Heute habe ich viel gejournaled. Und dabei entdeckt, wie viele Gedanken und Dinge ich von Social Media übernommen habe. Ich denke auf einmal, ich müsste bestimmte Sachen auf eine ganz bestimmte Art und Weise machen. Und das dann auch noch mögen. Zur Zeit mache ich einen Social Media Detox. Erstens ist es gar nicht so einfach, da wirklich schon Entzugserscheinungen reinkicken. Das kann ja wohl nicht wahr sein. Sehr interessant ist es zu beobachten, WANN ich zum Handy greife und die Apps öffnen – aka mich ablenken – möchte. Am Anfang habe ich gedacht, dass ich das bestimmt in Situationen tun werden, wo ich einfach meine Gefühle nicht fühlen möchte. Und ja, auch wenn das mit reinspielen kann, war der wirkliche Grund viel spannender. Ich habe nämlich zu der App greifen wollen, wenn ich gerade im Begriff war:

Meine Wahrheit in einer Sprachnachricht zu sprechen

Mir Gedanken zu machen, wie mein Leben in einem Lebensbereich wirklich nach MIR aussehen könnte

zu planen, wie ICH meine Wohnung einrichten würde, wenn mir niemand dazwischen quatscht (Und auch Pinterest keine Inspo ist)

Und viele ähnliche Situationen. Was habe die alle gemeinsam?

Es geht bei allem darum, dass ich etwas machen, was MIR gefällt. Wo ich nicht nach Erlaubnis, oder einer Meinung frage. Wo ich einfach etwas entscheide und zu mir stehe(n müsste).

Das war eine krasse Erkenntnis.

Außerdem überlege ich gerade sowieso, wie ich Social Media noch nutzen möchte. Bereits nach 1-2 Reels von anderen merke ich, wie mir das gar nicht gut tut. Mir geht es einfach super schlecht danach. Und es müssen noch nicht mal schwere Themen sein, die dort behandelt werden. Alleine dieser Einfluss von außen ist schon schlecht. Wenn einem wieder jemand erzählt, was man besser richtig machen sollte. Und, wo man sich falsch verhält. Kriegt noch jemand den Eindruck, er würde sich komplett falsch verhalten und hätte keine eigene Meinung mehr? Die wird einem nämlich auch echt gut abtrainiert. Erkennen wir uns selber noch?

Jetzt, wo ich einige Zeit ohne Social Media bin, merke ich richtig in was für einer Welt ich war. Und, dass mir dieser echt nicht gut tut. Wie gehe ich jetzt weiter damit um? Wo erreiche ich euch noch? Als Tool, um Menschen zu erreichen und z.b. Blog und Podcast zu teilen, ist es ja sehr gut. Und, um mich in den DMs mit euch auszutauschen. Aber, wenn ich ehrlich bin, war Instagram noch nie MEINE Plattform. Ich glaube ich brauche etwas anderes. Etwas Ruhigeres. Ich werde meinen Account nicht löschen (Stand jetzt). Aber die letzten Wochen haben mir gezeigt, dass meine Kunst einen anderen Raum haben darf. Vielleicht wird das dieser Blog sein. Vielleicht kommt auch noch eine andere Plattform hinzu. Ich weiß es noch nicht. Was ich auf jeden Fall weiß, ist, dass diese süchtig machende Plattform nicht mehr so viel Eingriff in mein Leben haben wird. Ein neues Zeitalter bricht an. Ich bin von diesen Dopamin-Kicks so müde. Und soo froh, dass ich den Absprung jetzt schon gut geschafft habe, und hoffentlich dabei bleibe, Instagram möglichst wenig zu nutzen (Im Sinne von Doomscrolling).

Ich bin sehr gespannt, wie ich da einen Umgang mit finde, euch wissen zu lassen, wenn ein neuer Blogpost online gegangen ist, und danach nicht selbst auf der App hängen zu bleiben 😀

Love,

Katrin🌹

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